Kosmetik selber machen - so einfach geht's

Kosmetik selbermachen ist wirklich nicht schwer. Wenn Sie gerne kochen oder backen, dann werden Sie schnell merken,dass es sich nicht groß von diesen Tätigkeiten unterscheidet.

Sie benötigen eine relativ genaue Waage, denn unsere Mengen bewegen sich im Gramm-Bereich und darunter, einen Mixer, Laborgläser oder Marmeladegläser und schon kann es- natürlich mit einem guten Rezept losgehen. Sie machen sich ab nun vom Shampoo über Lippenstift bis hinunter zur Fußcreme alles selbst - in Ihrer gewählten Wirkungsweise, Konsistenz, Farbe und Duft - genau so, wie Sie es wollen.

Unsere Rezepte - Aktuell

Rezepte lesen und verstehen

Publiziert am 29.03.2016 16:39, von Martin Gartner

Im Folgenden erfahren Sie, wie unsere Rezepte zu verstehen sind.

Die Bestandteile ("Phasen") einer Creme bzw. Lotion:

  • Fettphase:
    darunter versteht man Öle, Wachse, Konsistenzgeber und Emulgatoren, die zusammen abgewogen und erwärmt werden! Es ist Absicht, dass die Öle in Gramm angegeben sind, so benötigen Sie nur die Waage und nicht zusätzlich noch einen Messbecher!
  • Wasserphase:
    Sie besteht wahlweise asu Hydrolaten, Pflanzewasser, destilliertem Wasser, Tees und oft einem Teil der wasserlöslichen Wirkstoffe, die nicht hitze empfindlich sind.
  • Wirkstoffphase:
    wie der Name schon sagt, fallen darunter alle Wirkstoffe, Extrakte, auch ätherische Öle und Parfumöle.
  • Konservierung:
    zur besseren Übersicht wurde in den Rezepten die Konservierung auch noch extra hervorgehoben, sie ist aber keine eigene Phase und wird bei den Wirkstoffen angegeben.


Die Herstellung einer Creme:

  • Die Fettphase anfertigen: Öle, Konsistenzgeber, Emulgatoren zusammen im Wasserbad langsam erwärmen oder im feuerfesten Becherglas direkt am Herd schmelzen und beiseite stellen.
  • Die Wasserphase separat auf ca. 50-60°C erhitzen, aber nicht kochen.
  • Das warme Wasser unter ständigem Rühren langsam in die Fettphase einrühren bis eine emulgierte Mischung entstanden ist.
  • Unter ständigem Rühren auf Handwärme abkühlen lassen. Das Abkühlen geht schneller, wenn man die Mischung in ein kaltes Wasserbad stellt und weiterrührt.
  • Die Wirkstoffe jetzt in die lauwarme Creme einrühren.
  • Die Creme in gut gereinigte Tiegel oder Flaschen abfüllen. Etiketten schreiben mit Inhalt, Datum und ev. Verfalldatum.

Utensilien

Publiziert am 08.02.2018 13:36, von Martin Gartner

Für die ersten Gehversuche im „Selberrühren“ muss es ja nicht gleich die teure Laborausrüstung sein. Die meisten der benötigten Utensilien haben Sie vermutlich in der Küche oder sie lassen sich schnell und günstig beschaffen.

Was benötige ich für den Anfang?

Also lassen Sie uns jetzt gemeinsam nachsehen, ob wir für unser „Cremerühren“ geeignete Gerätschaften finden oder ob sich vielleicht etwas zweckentfremden lässt.

Waage

Das Wichtigste ist – eine genaue Waage. Für den Anfang reicht eine Digitalwaage mit zumindest 1 g Schritten. Sollten Sie „Lunte gerochen haben“ und dieses Hobby ausbauen wollen, dann sollten Sie unbedingt auf eine teurere 0,1 g Waage umsteigen. Sie ist genauer und bei unseren kleinen Mengen können 0,5 g schon zuviel oder zuwenig sein.

Bechergläser

Zum Rohstoff-Einwiegen und schmelzen brauchen Sie 2 Bechergläser in ca. 250 und 400 ml. Es reicht, wenn Sie zu Beginn Ihrer Rührkarriere leere gesäuberte Gurken- oder Marmeladegläser mit Schraubdeckel verwenden, das funktioniert sehr gut! Später wollen Sie sicher die feuerfesten Laborbechergläser ebenfalls in 250 und 400 ml,aber nur Geduld, das kommt schon noch!

Spatel & Spachtel

Für das gelegentliche Umrühren reichen Holzstäbchen. Am Besten Sie nehmen bei Ihrem nächsten Chinarestaurant-Besuch die Stäbchen mit. Sie lassen sich wunderbar im Geschirrspüler reinigen und können oft verwendet werden.Später möchten Sie eventuell auf einen Glasrührstab umsteigen.
Zum bessern umfüllen der fertigen Creme aus dem Becherglas eignen sich sehr gut unterschiedliche Spatel und Spachtel. Vieles kann man aus dem Backzubehör zweckentfremden.

Handmixer

Zum Emulgieren, also zum Verschlagen Ihrer Creme benötigen Sie einen Handmixer, wo Sie wegen der kleinen Öffnungen in den Schraubgläsern sehr gut mit nur einem Quirl auskommen. Um softere Texturen zu erzeugen, ist ein Pürrierstab besser geeignet.
Zur Not tut’s auch ein batteriebetriebener Milchschäumer (ist aber meist zu schwach und schlägt sehr vie Luft in die Creme) oder man rührt per Hand.

Tiegel & Flaschen

Bitten Sie alle Freundinnen, in Zukunft leere Tiegelchen und Flaschen nicht zu entsorgen, sondern Ihnen zu schenken. Sie werden, wenn Ihnen das „Cremerühren“ gefällt, viele benötigen. So, nun fehlt nur noch Weingeist oder ein anderer hochprozentiger Alkohol – nicht für unsere Nerven zur Beruhigung, sondern um die Gerätschaften vorher zu säubern und keimfrei zu machen.

Startprodukte

Publiziert am 29.03.2016 16:34, von Martin Gartner

Wenden wir uns jetzt den Rohstoffen zu, die Sie für Ihre Produkte benötigen. Sie wollen einen Überblick, bitte hier ist er!

Basis-Einkaufsliste

  • 4-5 Öle nach Hauttyp bzw. Wunschrezepte
  • Festes Fett nach Hauttyp z.B.: Sheabutter, Kakaobutter,Bienenwachs etc.
  • T-Muls, Lamecreme, Emulsan, Xyliance - feste Emulgatoren nach Wahl
  • Fluidlecithine, Emulgance, Spraymuls - flüssige Emulgator nach Wahl
  • Hydrolat nach Hauttyp - Flüssigkeit für Wasserphase
  • D-Panthenol - Wirkstoff
  • Aloe Vera 10-fach Konzentrat - Wirkstoff
  • Vitamin E Tocopherol - Wirkstoff
  • Vitamin A Palmitat - Wirkstoff
  • Meristemextrakt - Wirkstoff
  • Squalan - Wirkstoff & Öl
  • Gurkenextrakt - Wirkstoff
  • Fibrostimulin - Wirkstoff
  • Sorbit - Wirkstoff
  • Guarkernmehl oder Xanthan - Gelbildner
  • Tensid nach Wahl
  • Bechergläser
  • Tiegel, Fläschchen