Welcher Hauttyp sind Sie eigentlich? Typ #4

Um Ihre Haut optimal pflegen und mit Allem was sie braucht versorgen zu können, ist es wichtig den eigenen Hauttyp bzw Hautzustand zu erkennen.
Richtige Gesichtspflege ist Voraussetzung für einen strahlenden, schönen Teint.
Erfahren Sie welche Rohstoffe am besten für die MISCHHAUT geeignet sind.

Die Haut ist unser größtes Organ und erfüllt viele wichtige Aufgaben, wie die Ausscheidung von Giftstoffen, Immunabwehr, Vitamin D-Bildung und Wärmeregulation. Sie ist für diese komplexen Aufgaben perfekt aufgebaut. Dabei gibt es „die“ eine Haut nicht, denn die Schutzhülle des Körpers ist sehr unterschiedlich und einzigartig.

Dermatologen unterscheiden verschiedene Hauttypen: Trockene Haut/empfindliche Haut, normale Haut, fettige Haut, Mischhaut und kein Hauttyp im kosmetischen Sinn, aber wichtig und erwähnenswert ist die reife Haut.

Viele von uns stehen jeodch vor der Frage, welcher Hauttyp bin ich eigentlich?
Um die passende Hautpflege zu finden, ist es wichtig Ihren Hauttyp und seine Bedürfnisse zu erkennen. Wir verraten Ihnen, wodurch sich die unterschiedlichen Hauttypen unterscheiden und wie Sie Ihren Hauttyp bestimmen.

Aus diesem Grund räumen wir heute der Mischhaut einen Platz in unserer News-Reihe ein, denn gerade diese ist ein Sonderfall.


Mischhaut


Die Mischhaut unterscheidet sich von anderen Hauttypen, da Sie weder richtig trocken, normalfeucht oder fettig glänzend ist.
Stattdessen ist die Mischhaut eine Kombination aus normaler und fettiger Haut oder aus trockener und fettiger Haut kombiniert.
Bei den meisten von Mischhaut betroffenen Menschen ist die Haut der sogenanntenT-Zone, die sich aus Kinn, Nase und Stirn zusammensetzt – fettig und teilweise von Mitessern und Pickeln betroffen. Andere Bereiche des Gesichts, wie die Wangen und die Partie um die Augen, sind hingegen eher trocken, spröde und schuppig.

Ursache

Für die schnell nachfettende Haut der T-Zone sind überaktive Talgdrüsen verantwortlich. Sie arbeiten in der einen Gesichtsregion auf Hochtouren und produzieren zu viel Hautfett. Dieses wird auch als Talg oder Sebum bezeichnet. Das Fett ist ein wichtiger Bestandteil der Hautgesundheit. Es hält die Haut geschmeidig, ist wasserabweisend und bildet eine Barriere gegen Keime – die „Säureschutzbarriere“.
Zuviel Talg jedoch legt sich als ölig glänzender Film auf die betroffene Hautpartie und sorgt dafür, dass lose Hautschüppchen zusammenkleben und so die Poren verstopfen. Dadurch können Mitesser und Pickel entstehen.
An den Wangen und um die Augen arbeiten die Talgdrüsen hingegen auf Sparflamme. In dieser Gesichtszone geben sie zu wenig Talg an die Hautoberfläche ab. Durch die fehlende Sebum-Schutzschicht kann die Haut die Feuchtigkeit nicht so gut halten und trocknet infolgedessen schnell aus. Es entsteht ein Spannungsgefühl und die Haut neigt dazu, sich zu schuppen.


Die richtige Pflege für die Mischhaut

Bei der Pflege von Mischhaut gilt es zu differenzieren. Es sind nämlich nicht nur die verschiedenen Gesichtsbereiche, die unterschiedlich versorgt werden müssen.
Ebenso ist das Alter der Betroffenen entscheidend, denn mit den Jahren wird die Haut empfindlicher und trockener. Das liegt daran, dass die Talgdrüsen dann weniger aktiv sind als in jungen Jahren.
Mit zunehmendem Alter gleichen sich daher die beiden Hauttypen wieder an. Die Pflege von Mischhaut ist im reiferen Alter also weniger aufwendig als zum Beispiel in einem Alter zwischen 20 und 30 Jahren.

Bei fettig-normaler Haut muss genügend Feuchtigkeit bewahrt werden. Und gleichzeitig für Trockenheit in den übermäßig glänzenden Bereichen gesorgt werden, am besten mit kosmetischen Produkten die der Haut fette entziehen. Wählen Sie am besten Feuchtigkeitscremes, welche Wasser statt Öl (Fett) als Basisbestandteil haben und behandeln Sie die fettigen Bereiche damit sparsamer.

Bei fettig-trockener Haut steht im Vordergrund, dass die trockenen Bereiche mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden, so dass die Haut ihre frische erhalten kann.
Dabei könnte vor allem der Augenbereich eine noch intensivere Feuchtigkeitscreme benötigen.

Mit einer milden Waschlotion oder einem Waschgel sollte das Gesicht morgens und abends mit warmen Wasser und einem sanften gereinigt werden. Dies hilft dabei die toten Hautzellen, Schmutz und überschüssiges Fett zu entfernen und somit einer Verstopfung der Porenöffnungen entgegenzuwirken.

Generell sollte man bei Mischhaut alkoholhaltiges Gesichtswasser vermeiden. Für das ganze Gesicht ist es ratsam ein mildes Gesichtswasser zu benutzen.
Wer die Gesichtspartien getrennt pflegt, kann im fettigen Bereich allerdings zu einem alkoholhaltigen Produkt greifen.

Ab und zu empfiehlt sich auch ein Gesichtspeeling, um die Haut noch gründlicher von unerwünschten Partikeln zu reinigen und die Haut frisch und strahlend zu erhalten.
Idealerweise kümmert man sich bei einem Peeling insbesondere um die fettigeren Bereiche im Gesicht, die T-Zone.

Für die Pflege einer Mischhaut eignen sich besonders Tagescremes, die kaum Öl als Bestandteil aufweisen.
Daher sollten Sie bei Mischhaut lieber auf W/O Emulsionen oder Seren setzen, die hauptsächlich auf Wasser-Basis aufgebaut sind.


Geeignete Pflanzenöle


Pflanzenöle, die einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (auch trocknende Öle genannt) enthalten, sind eher für die fettige Haut geeignet und für die sinnvolle Pflege unverzichtbar.
Sie verflüssigen unteranderem den Talg der Haut und erleichtern seinen Abfluss. D.h. die Poren werden nicht verstopft und es entstehen im Idealfall keine weiteren Unreinheiten.

Nach unserer Kategorisierung sind zum Beispiel Aprikosenkernöl, Jojobaöl, Macadamiaöl, Arganöl, Distelöl, Reiskeimöl, Wiesenschaumkrautöl, und Squalan. Traubenkernöl und Hanföl speziell auch bei Unreinheiten.
Mit dieser Wahl der Öle wird die Haut in erster Linie mit Feuchtigkeit versorgt und die Oberhaut bekommt nur so viel Öl, dass die Feuchtigkeit nicht gleich entfleucht und die Talgproduktion ausbalanciert wird.

Sie können für Ihre leichte Emulsion oder Serum auch mehrere Pflanzenöle miteinander kombinieren dazu empfehlen wir ein Wirkstofföl wie Wildrosenöl, Sanddornfruchtfleischöl, Granatapfelkernöl, Himbeernüsschenöl, Borretschsamenöl sowie Nachtkerzenöl. Empfehlenswert sind auch, Babassuöl, Shea- oder Mangobutter.


Weitere Rohstoffe für die Mischhaut


Hydrolate die sich speziell für die trockene, reife Haut gut eigenen sind Hamameliswasser, Lavendelwasser, Calendulawasser, Salbeiwasser, Rosmarinwasser und Aloe Vera Wasser. Diese Wässerchen sind wahre Schönheitselexiere die, die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, entzündungshemmend, antibakteriell, ausgleichend und beruhigend wirken. Außerdem wird die Bildung neuer Hautzellen unterstützt.

Es empfiehlt sich in jeder Emulsion eine Messerspitze Gelbildner, wie Guarkernmehl oder Xanthan zu verwenden. Diese haben nämlich eine besondere Netzfunktion auf dem die Wassertröpfchen hängen bleiben, so wird ein Ausnässen der Creme verhindert, die Viskosität erhöht und die Feuchtigkeit kann so besser gespeichert werden.

Cetylalkohol ist pflanzlicher Herkunft, ein Co-Emulgator der richtig dosiert (bis 1 %), die Haut wunderbar geschmeidig und weich macht. Cremes und Lotions mit Cetylalkohol sind kompakter, da er auch als Konsistenzgeber
seine Wirkung hat und diese ziehen auch besonders gut ein und hinterlassen keinen Fettglanz auf der Haut.

Hyaluronsäure bildet beim Auftragen auf die Haut einen dünnen, lichtdurchlässigen, unsichtbaren, viskosen, elastischen Oberflächenfilm der die Feuchtigkeit bindet. Dieser verhindert auch das zu schnelle verdampfen hauteigener Feuchtigkeit. Der Film hilft die wichtigsten Eigenschaften der jugendlich gesunden Haut, wie z. B. Geschmeidigkeit, Elastizität und Spannung zu bewahren.

Liposomenkonzentrat - Liposome sind mikroskopisch kleine„Leerkügelchen“ die die Hautschranken durchdringen können. Beladen mit Wirkstoffen, Vitaminen und Extrakten können sie diese tiefer in die Haut bringen.
Dem Liposomenkonzentrat können Sie sowohl wasserlösliche wie auch öllösliche Zusätze beifügen und somit Ihre Gele und Emulsionen aufwerten. Es hat die Eigenschaft Feuchtigkeit in der Haut zu binden, eignet sich sehr gut als
Anti Aging Pflege und sogar für die unreine, fettende Haut – da es den Talgfluß fördert.

Glycerin wird in kosmetischen Produkten vor allem als feuchtigkeitsbindendes-Mittel eingesetzt. Glycerin vermittelt ein angenehmes weiches Hautgefühl und unterstützt die Erhaltung der Hautfeuchtigkeit und stabilisiert die Barriereschutzschicht.

D-Panthenol ist das Provitamin B5. Es dringt tief in die Hautschicht ein, regeneriert und unterstützt den Aufbau neuer Hautzellen. Seine feuchtigkeitsbindende, entzündungshemmende, wundheilende Wirkung ist bewiesen.

Allantoin fördert die Wundheilung, die Zellregeneration und die Feuchthaltung. Es beeinflusst positiv die Verhorrnung der Haut und schenkt ein zartes frisches Aussehen. Sie können 1-2% in der warmen Wasserphase verwenden.

Niacinamide ist ein wasserlösliches Vitamin B3 Derivat. Es hilft bei unreiner Haut, trockener Haut und ebenso gegen Falten. Niacin reguliert die Talgproduktion, wirkt entzündungshemmend und ist dazu extrem mild und feuchtigkeitsspendend bei einer Einsatzkonzentration von ca 2 %.
Höher dosiert hilft es bei allen Verhornungsstörungen wie Pickel, Akne als auch Neurodermitis. Ab einer Konzentration von 4% soll es sogar die Effekte von einer Antibiotikacreme übersteigen.

Harnstoff/Urea speichert Feuchtigkeit in der Haut. Bei trockener und zu Unreinheiten neigender Haut hat es sich bestens bewährt.
Es hilft gegen Verhornungen der Haut, wirkt juckreizstillend und fördert ab einer Konzentration von ca. 3 % den Talgfluß der Haut.

Sorbit ist ein Zuckeraustauschstoff und ein ausgezeichneter Feuchtigkeitsspender. Bei 2-5 % in der Wasserphase, erhöht es die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit der Haut.

Wirkstoffe wie Aloe Vera 10-fach, Vitamin ACE Fluid, Teebaumölfluid sind auch sehr empfehlenswert für die richtige Pflege einer Mischhaut aber auch

Extrakte wie, Melisse, Hamamelis, Calendula, Kamille oder Grüntee kann man auch unterstützend einsetzen.

Kleiner Hinweis…
Im Winter neigt die Haut eher dazu trockener zu werden, dies wird durch die geringere Luftfeuchtigkeit (zu Hause durch das heizen) begünstigt.
Im Sommer tritt dagegen die glänzende Haut stärker hervor.
Diese saisonalen Schwankungen sollte man bei der Hautpflege nicht vergessen.