Welcher Hauttyp sind Sie eigentlich? Typ #1

Um Ihre Haut optimal pflegen und mit Allem was sie braucht versorgen zu können, ist es wichtig den eigenen Hauttyp bzw Hautzustand zu erkennen. Aus diesem Gedanken heraus, entstand die Idee eine News-Reihe zu konzipieren, in der auf die unterschiedlichen Hauttypen etwas genauer eingegangen wird. Sie erfahren welche Pflanzenöle, Hydrolate, Wirkstoffe etc sich am besten für den jeweiligen Hautzustand eignen.


Die Haut ist unser größtes Organ und erfüllt viele wichtige Aufgaben, wie die Ausscheidung von Giftstoffen, Immunabwehr, Vitamin D-Bildung und Wärmeregulation. Sie ist für diese komplexen Aufgaben perfekt aufgebaut. Dabei gibt es „die“ eine Haut nicht, denn die Schutzhülle des Körpers ist sehr unterschiedlich und einzigartig.
Dermatologen unterscheiden verschiedene Hauttypen: Trockene Haut/empfindliche Haut, normale Haut, fettige Haut, Mischhaut und kein Hauttyp im kosmetischen Sinn, aber wichtig und erwähnenswert ist die reife Haut.

Unsere Haut besteht grob gesehen aus der Oberhaut und Unterhaut. Die Oberhaut ist für die Erneuerung der Haut zuständig - die Zellteilung. Hier werden auch Pigmente gebildet, die den Organismus vor UV-Strahlen schützen. In der Unterhaut befinden sich die Schweißdrüsen, welche die Körpertemperatur regulieren und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, wie auch die Talgdrüsen, die für die Geschmeidigkeit der Haut zuständig sind.


Trockene Haut


In diesem Newsletter möchten wir auf zwei unterschiedliche Zustände der trockenen Haut etwas näher eingehen. Nach langer Recherche und auch aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass die trockene Haut oberflächlich sowie auch in der Tiefe trocken sein kann.

Was der trockenen Oberhaut fehlt ist besonders Fett, beziehungsweise die Fähigkeit angebotene Fette entsprechend einzulagern. Dadurch ist die obere Hautschicht porös, es entstehen winzige Risse und Entzündungen und die Feuchtigkeit, die bekanntlich in der Unterhaut lagert, verdunstet ungehindert. Das Cremerezept sollte deshalb nicht nur Fette anbieten, die die obere Hautschicht nähren, sondern auch Komponenten enthalten, die die Haut befeuchten und deren Schutzschicht stärken und somit die Feuchtigkeit einschließen und am zu raschen Verdunsten hindern.
Dafür eignen sich W/O Emulsionen sehr gut.

Ist die Unterhaut ausgetrocknet erkennt man das in den meisten Fällen nicht auf den ersten Blick. Jedoch hat man dennoch das Gefühl, dass jedes aufgetragene Produkt sofort wie ein Schwamm aufgesaugt wird und was nicht selten passiert ist, dass der Fettanteil der Creme im Laufe des Tages abgesondert wird und man bald schon einen Glanz auf der Haut entdeckt. Dieser Haut fehlt es vor allem an Feuchtigkeit. Für solch eine Haut sind die meisten Cremes zu reichhaltig, weshalb eher zu Gels, Sprays und Seren gegriffen wird. Auf Dauer gesehen könnte so ein Serum für manche Haut etwas zu wenig sein, da auch mit zunehmendem Alter die Haut einfach mehr Pflege braucht. Die Lösung ist, den Ölanteil im Serum zu erhöhen oder eine Creme, die der Oberhaut gerade genug Fett gibt und die Unterhaut ordentlich mit Feuchtigkeit versorgt und diese einschließt (O/W Emulsion).


Pflanzenöle, die sich für die trockene Oberhaut eignen

Nach unserer Kategorisierung sind zum Beispiel Mandelöl, Jojobaöl, Sesamöl, Arganöl und Aprikosenkernöl gute Basisöle für eine trockene Oberhaut.
Diese spenden Feuchtigkeit und regulieren den Feuchtigkeitshaushalt außerdem hinterlassen sie einen angenehmen Schutzfilm auf der Haut. Diese Öle sind gut mit einem etwas schwereren Öl zu kombinieren, wie Macadamianußöl (nicht bei Unreinheiten), Avocadoöl, Erdnußöl oder Hanföl (bei unreiner Haut).
Kokos- und Avocadobutter sind wunderbar reichhaltig ohne sich so anzufühlen und feuchtigkeitsspendend für sehr trockene Haut.
Bei trockener Haut aller Art ist Sheabutter ein Hit. Sie zieht tief ein, polstert und hält die Feuchtigkeit.
Ergänzt werden diese Öle am besten mit einem Wirkstofföl wie Wildrosenöl, Sanddornfruchfleischöl, Himbeernüsschenöl oder Granatapfelkernöl.


Pflanzenöle, die sich für die feuchtigkeitsarme Unterhaut eignen

Nach unserer Kategorisierung eignen sich folgende Pflanzenöle gut für eine Haut, der es vor allem an Feuchtigkeit fehlt: Distelöl, Aprikosenkernöl, Reiskeimöl, Kirschkernöl, Jojobaöl, Traubenkernöl (bei Unreinheiten). Das sind leichte Öle, die gut einziehen und die sich für eine O/W Emulsion gut eignen bzw für ein Serum. D.h. die feuchtigkeitsarme Unterhaut wird in erster Linie mit Feuchtigkeit versorgt und die Oberhaut bekommt nur so viel Öl, dass die Feuchtigkeit nicht gleich entfleucht. Sie können für Ihr Serum oder leichte Emulsion auch zwei Pflanzenöle kombinieren dazu empfehlen wir ein Wirkstofföl wie Aloe Vera Öl, Wildrosenöl, Sanddornfruchtfleischöl, Himbeernüsschenöl oder Granatapfelkernöl. Empfehlenswert sind auch Avocadin, Babassu- und Sheabutter.


Für alle Typen der trockenen Haut

Hydrolate die sich speziell für die trockene Haut gut eigenen sind Rosenwasser, Calendulawasser und Aloe Vera Wasser. Diese Wässerchen sind wahre Schönheitselexiere die, die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, entzündungshemmend, antibakteriell, ausgleichend und beruhigend wirken. Außerdem wird die Bildung neuer Hautzellen unterstützt.

Es empfiehlt sich in jeder Emulsion eine Messerspitze Guarkernmehl zu verwenden. Dieses hat nämlich eine besondere Netzfunktion, auf dem die Wassertröpfchen hängen bleiben, so wird ein Ausnässen der Creme verhindert, die Viskosität erhöht und die Feuchtigkeit kann so gespeichert werden.

Hyaluronsäure - ein hervorragendes Mittel bei trockener und reifer Haut. Wird Hyaluronsäure in eine Emulsion eingearbeitet, so bildet es beim Auftragen auf die Haut einen dünnen, lichtdurchlässigen, unsichtbaren, viskosen, elastischen Oberflächenfilm. Dieser fixiert die Feuchtigkeit auf der Haut. Der Film hilft die wichtigsten Eigenschaften der jugendlich gesunden Haut wie z. B. Geschmeidigkeit, Elastizität und Spannung zu bewahren. Ist zur Zeit einer der besten Durchfeuchter für die Haut.

Liposomenkonzentrat - sind winzige Kügelchen aus Lecithin-Bausteinen – „Leer-Liposome“, die noch mit Wirkstoffen gefüllt werden können (verkapseln). Liposome durchdringen die Hautschranken und bringen somit die Vitamine und Wirkstoffe tiefer in die Haut hinein. Für problematische und strapazierte, sowie reife Haut, stellen Kosmetika mit Liposomen eine nicht zu leugnende Tiefenwirkung dar.

Glycerin wird in kosmetischen Produkten vor allem als Feuchthaltemittel eingesetzt. Es vermittelt ein angenehmes weiches Hautgefühl und unterstützt die Erhaltung der Hautfeuchtigkeit. Obwohl sich die Flüssigkeit ölig anfühlt, ist sie nicht in Pflanzenölen oder festen Fetten löslich.

Harnstoff/Urea speichert Feuchtigkeit in der Haut. Bei älterer, trockener und zu Akne neigender Haut hat es sich bestens bewährt. Es hilft gegen Verhornung der Haut, wirkt juckreizstillend und fördert ab einer Konzentration von ca. 3 % den Talgfluß der Haut.

Allantoin fördert die Wundheilung, die Zellregeneration, die Feuchthaltung und gibt der Haut ein zartes frisches Aussehen. Sorbit ist ein Zuckeraustauschstoff und ein ausgezeichneter Feuchtigkeitsspender. 1-3 Msp. in die Wasserphase erhöht die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit der Haut.

Phytoceramide A, E, F ist ein Wirkstoffkomplex aus pflanzlichen Ceramiden und Vitaminen A, E und F. Phyto-Ceramide verhindern übermäßigen Feuchtigkeitsverlust, dies mildert Fältchen, feine Hautlinien und wirkt gegen deren Entstehung. Es unterstützt die Barrierefunktion der Haut und erhöht deren Hydrationsgrad. Für strapazierte, reife und sehr trockene Haut ein wichtiger Wirkstoff.


Wie sieht die optimale Pflege für trockene Haut aus?

  • Regelmäßiges, aber gleichzeitig sanftes Reinigen der Haut mit milden Waschlotionen
  • Peelings vermeiden
  • Pflege mit geeigneten Produkten
  • Vitaminreiche und abwechslungsreiche Ernährung
  • Ausreichend trinken
  • Wenig Alkohol und Verzicht auf Nikotin
  • Reizungen vermeiden, das heißt keine Produkte verwenden, die Alkohol enthalten
  • Die Haut vor Kälte schützen
  • Trockene Heizungsluft vermeiden